Digitale Lehre ist mehr als Videokonferenzen und hochgeladene PDFs. Richtig eingesetzt eröffnet sie Möglichkeiten, die vorher schlicht nicht da waren: Flexibilität, neue Lernformate und vor allem Zugang für Menschen, die ein klassisches Präsenzstudium kaum in ihren Alltag integrieren könnten.
Ein Beispiel an der Universität Passau
Die Theologie kämpft bundesweit mit sinkenden Studierendenzahlen. In Passau sieht die Sache anders aus. Das Department für Katholische Theologie hat die Zeichen der Zeit erkannt und ein Studienangebot mit Alleinstellungsmerkmal geschaffen, das sich bewusst an Menschen richtet, die berufstätig sind, eine Familie haben oder sich ehrenamtlich engagieren.
Mit Blick auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe wurden drei digitale und berufsbegleitende Studiengänge entwickelt. Die Lerninhalte werden flexibel und eigenständig vorbereitet, bevor sie in synchronen Online-Sitzungen nach Feierabend gemeinsam vertieft werden. Ein Konzept mit sichtbarem Erfolg: Während im Wintersemester 2022/23 noch 21 Erstsemester in den theologischen Bachelor- und Masterstudiengängen gezählt wurden, sind es heute bereits 145 Studienanfängerinnen und -anfänger.
Flexibel, digital und persönlich
Das bestätigt auch eine Studierende im Podcast des Bistums Passau: Magdalena Dietl schätzt besonders die praktischen Vorteile. Während Lerninhalte zeitlich unabhängig bearbeitet werden können, bleibt die individuelle Betreuung in den Veranstaltungen erhalten.
Link zum Podcast des Bistums Passau: „Theologie studieren – digital und flexibel“
Unterstützung durch das Medienzentrum
Videolektionen sind das Herzstück des Lernkonzepts, ohne die ein flexibles Studium in dieser Form kaum denkbar wäre. Eine Möglichkeit für das Medienzentrum der Universität Passau seinen Beitrag zu leisten. Unser Team begleitet die Produktion der Lernvideos mit professionellem Equipment und technischer Erfahrung, sodass sich Lehrende ausschließlich auf den Inhalt konzentrieren können und sich nicht mit Technik belasten müssen.

Die fertigen Videos werden per Link bereitgestellt und lassen sich unkompliziert in den eigenen Lehrkontext einbinden. Der Vorteil liegt also auf der Hand: Lehrende können sich ganz auf den Inhalt konzentrieren, während Aufbau, Ton und Schnitt das Medienzentrum übernehmen.
Digitale Lehre in der Praxis
Das Beispiel der Theologie-Studiengänge zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn digitale Möglichkeiten konsequent genutzt werden, um auf die Bedürfnisse der Studierenden einzugehen. So wird Lehre flexibel, zeitgemäß und manchmal sogar überhaupt erst möglich.
Ach ja: Diese und andere Dienstleistungen bietet das Medienzentrum kostenlos für alle Lehrstühle und Fachrichtungen der Universität an, um die Weiterentwicklung der Lehre zu unterstützen

